– Reisegeschichten –
Die Azoren
Eine Reise durch vulkanische Schönheit
Anreise und erste Eindrücke
Die Azoren sind ein Archipel aus neun vulkanischen Inseln, verstreut im Nordatlantik.
Erreichen kann man sie ganz einfach – mit einem Flug aus Portugal oder den USA. Oft werden sie als Europas bestgehütetes Geheimnis bezeichnet: üppig grün, abgelegen und atemberaubend schön. Klar, dass ich sie mir ansehen musste!
Mein Reisepartner auf dieser Tour war Lutz, der elf Tage Zeit hatte. Also planten wir eine Route über drei Inseln. Wir flogen über Lissabon ein, und unser erster Stopp war São Miguel, wo wir vier Nächte mit einem Mietwagen verbrachten, um die Insel zu erkunden.
São Miguel – Das grüne Herz der Azoren
Die Landschaft? Einfach beeindruckend.
Es war Oktober, und das Wetter war … sagen wir mal: unterhaltsam wechselhaft. Sonne, Regen und schwankende Temperaturen spielten oft Fangen miteinander – manchmal sogar zwischen verschiedenen Teilen der Insel.
Ein Tipp: Nutze die Webcams auf den Azoren, um deinen Tag zu planen, und bleib flexibel. Die Inseln belohnen alle, die sich treiben lassen.
Da Nebensaison war, hatten wir viele Orte fast für uns allein.
Wir nahmen an einer Wal- und Delfinbeobachtungstour teil – die Wale hatten anscheinend Urlaub, aber eine verspielte Delfinschule begrüßte uns unter einem perfekten Regenbogen. Pure Magie.
Die Azoren auf einem Foto: Sonnenschein, Wolken und Magie zugleich.
Ein weiteres Highlight war der Besuch der heißen Quellen von Furnas. Dort genossen wir ein gemütliches Abendessen und ein nächtliches Bad in einem der Thermalbecken – das perfekte Halloween-Erlebnis, umgeben von Dampf und flackerndem Licht.
Unsere Tage auf São Miguel verbrachten wir mit Fahrten über die Insel – vorbei an Vulkankratern, grünen Hängen und versteckten Aussichtspunkten.
Spontan buchten wir auch eine Coasteering-Tour – etwas, das wir ursprünglich nicht geplant hatten, aber sofort liebten.
Coasteering ist eine Mischung aus Schwimmen, Klettern und Sprüngen von Küstenfelsen. Manche nennen es „leichtes Canyoning“ – aber einige Sprünge haben unseren Mut definitiv auf die Probe gestellt.
São Jorge – Klippen, Felsenpools und stille Schönheit
Nach São Miguel ging es weiter nach São Jorge, wo wir drei Nächte verbrachten.
Eine weitere wunderschöne Insel – bekannt für ihre dramatischen Klippen und natürlichen Felsenpools, perfekt zum Schwimmen im sonst rauen Atlantik.
Wir erkundeten die Insel in unserem eigenen Tempo, besuchten unter anderem die Höhle Cave Natal und waren uns einig:
São Jorge mag vielleicht nicht die imposante Größe von São Miguel haben, aber sie ist genauso charmant und authentisch.
Terceira – Genuss, Entspannung und Abschiedseindrücke
Unser letzter Stopp war Terceira – ebenfalls für drei Nächte, wieder mit Mietwagen. Terceira ist wunderschön, wenn auch im Vergleich zu den anderen beiden Inseln vielleicht etwas weniger spektakulär. Das Wetter spielte nicht ganz mit, aber das gab uns Zeit zum Entspannen – und um unser stylishes Apartment und einige der besten Mahlzeiten der Reise zu genießen.
Schließlich kehrten wir für eine letzte Nacht nach São Miguel zurück, bevor es über Lissabon wieder nach Hause ging. Für Lutz und mich war es eine unvergessliche Reise – voller wilder Landschaften, wechselhaftem Wetter, Lachen und der Freude, die Azoren abseits der Touristenpfade zu entdecken.
Draußen raue Natur, drinnen gutes Bier und leckeres Essen – keine Beschwerden.
Wenn du Natur, Abenteuer und Ruhe in einer Reise suchst – die Azoren liefern.
Reise, wenn möglich, in der Nebensaison, bleib flexibel mit deinen Plänen und lass dich vom unberechenbaren Wetter nicht abschrecken.
Denn genau das ist Teil der Magie.